Verschiedenes und Tipps

Chipen der Hunde

Welpen, die ab 01.01.2006 geboren sind, müssen gechipt sein. Ältere, bereits tätowierte Hunde, müssen bis 01.01.2007 bei ANIS (auch ohne Chip) registriert werden.

ACHTUNG: Beim Besuch einer Prüfung im Ausland (vor allem in Deutschland) ist der Führer selber verantwortlich, dass sein Hund identifiziert werden kann. Erkundigen Sie sich vor Antritt zur Prüfung, ob ein Lesegerät vorhanden ist. Wenn nicht so wenden Sie sich an den Vorstand des S.K.D.W. Der Klub hat Geräte zum Ausmieten. Wenn ihr Hund nicht identifiziert werden kann ist es möglich, dass Sie am Prüfungstag ausgeschlossen werden.

Grenzübertritte mit einem Hund

Die meisten Länder verlangen
- den roten Heimtierpass (Neu anstelle des gelben Impfausweises).
- eine höchstens 12 Monate, mindestens aber 30 Tage alte Tollwutimpfung
- dass der Hund gechipt ist (teilweise genügt noch eine lesbare Tätowierung)

Coupierte Rute

Gemäss Tierschutzverordnung Art. 66 ist das Coupieren der Rute bei Hunden in der Schweiz verboten. Es ist verboten, schweizerische Hunde im Ausland coupieren zu lassen bzw. coupierte Hunde in die Schweiz zu importieren.

Welpen mit illegal coupierten Ruten werden nicht ins Stammbuch der SKG eingetragen. Tierärzte, welche illegale Eingriffe vornehmen, werden der Gesellschaft Schweizer Tierärzte gemeldet. Illegal coupierte Hunde dürfen in der Schweiz nicht ausgestellt werden.

Zuwiderhandlungen gegen das Coupierverbot stellen ein Offizialdelikt dar, d.h. es wird bei einer Anzeige automatisch von den Strafverfolgungsbehörden verfolgt. Jedermann kann eine Anzeige deponieren.

ACHTUNG: Verschiedene Übungsleiter wurden von ihren Vereinen angewiesen, Hunde mit coupierten Ruten abzuweisen. Somit wird es an verschiedenen Orten nicht mehr möglich sein, mit solchen Hunden sowohl an Kursen als auch an Prüfungen teilzunehmen.

Ersparen Sie sich, Richter und Übungsleiter Unannehmlichkeiten, indem sie mit einem Hund mit coupierter Rute auf dem Platz erscheinen.

Einfuhr von Deutschen Wachtelhunden aus dem Ausland

Der Import von Hunden aus dem Ausland ist trotz des Coupierverbotes möglich. Wie?

Nehmen Sie vor der Geburt des Wurfes mit dem von Ihnen ausgewählten Züchter Kontakt auf. Vereinbaren Sie, dass der Züchter für Sie ein Hund nicht coupiert. (Das Coupieren erfolgt am 2. Lebenstag!). Dieser Hund muss abgenommen werden.

Ein Hund nicht zu kupieren ist auch in Deutschland möglich! Deutschland hat nämlich das gleiche EU-Tierschutzgesetz wie die Schweiz, nur dürfen (müssen aber nicht unbedingt) Jagdhunde noch coupiert werden.

Jeder eingeführte Hund muss verzollt werden (für Welpe nicht teuer).
HINWEIS: Verlangen Sie bei der Verzollung, dass der Impfpass resp. Heimtierausweis vom Zoll gestempelt wird -• Bestätigung für eine nächsten Zollkontrolle. Verzollen Sie den Welpen bei der Einfuhr nicht so müssen Sie damit rechnen, dass sie bei einem späteren Grenzübertritt den Wert des ausgewachsenen Hundes verzollen müssen.

Jeder in die Schweiz eingeführte Wachtelhund muss im Schweizer Hundestammbuch SHSB eingetragen werden (Einsenden der Original-Ahnentafel an die S.K.G. Stammbuchverwaltung, Postfach, 3001 Bern). Dafür ist auch die Annerkennung für das Ausland erforderlich. (Der Züchter kann Ihnen diese beim VDH besorgen).

Weitere Informationen sind im Internet unter www.bvet.admin.ch abrufbar.

Von der Tätowierung zum Mikrochips

Bereits vor 2 Jahren habe ich anlässlich der Hauptversammlung des S.K.D.W. das Thema Chipen angesprochen. Seither ist in der Chip-Technologie, aber vor allem auch bei den Lesegeräten, ein gewaltiger Fortschritt erzielt worden. Auch sind die Preise für die Lesegeräte gegenüber noch vor ein paar Jahren wesentlich gesunken.

In der Zwischenzeit hat auch die Gesetzgebung dahingehend geändert, dass Hunde in einigen Kantonen zwingend gechipt sein müssen. Verschiedene Länder verlangen (z.B. die EU), dass Hunde bei einem Grenzübertritt gechipt sein müssen.

Als Zuchtwart habe ich die ganze Angelegenheit mitverfolgt, anlässlich der letzten Hauptversammlung informiert und den Auftrag bekommen, das Vorgehen für eine Ablösung des Tätowierens durch das Kennzeichnen der Wachtel-Welpen durch einen Mikrochip abzuklären.

Heutiger Stand:

Der S.K.D.W. ist im Besitze von total 5 Lesegeräten. Diese befinden sich an folgenden Standorten:
1 Gerät Prüfungswart, Tony Schmidiger
1 Gerät Richter Ostschweiz, Stephan Pfeiffer
1 Gerät Zuchtwart, Anton Moser
2 Geräte zum Ausleihen, Anton Moser

Ab sofort kann der Züchter selber entscheiden, ob er seine Welpen tätowieren oder durch den Tierarzt mit einem Mikrochips versehen lassen will.
Wichtig ist zu wissen, dass die Welpen nach der 5. Woche und vor der Wurfkontrolle vom Tierarzt gechipt sein müssen. Die Wurfkontrolle durch den Zuchtwart entfällt nicht.

Die Züchter können beim Zuchtwart ein Gerät gegen eine Leihgebür von Fr. 20.- für die Abgabe von mittels Mikrochips gekennzeichneten Welpen ausleihen (bis anhin konnte man anhand der Tätowierung Hund und Stammbaum vergleichen). Ohne Tätowierung ist der Hund visuell nicht mehr klar identifizierbar.

Wenn ein nur mittels Mikrochip gekennzeichneter Hund an einer Prüfung im Ausland teilnehmen will ist der Führer verpflichtet, ein Lesegerät mitzuführen. Ansonsten kann der Hund an der Prüfung nicht identifiziert werden und ein Ausschluss von der Prüfung muss in Kauf genommen werden. Die Züchter müssen die neuen Besitzer unbedingt darauf aufmerksam machen.
(Anlässlich der Hauptversammlung des Verbandes für Deutsche Wachtelhunde wurde dieses Vorgehen abgesprochen).

Für weitere Auskünfte stehe ich gerne zur Verfügung.
Anton Moser